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Das Land der hundert Kirchen –






Kirchen, Klöster und Kapellen im Wittelsbacher Land











Das Wittelsbacher Land ist voll von Kirchen, Kapellen und Klöstern unterschiedlichster Baustile in den reizvollsten Lagen. Hier eine Auswahl der bedeutendsten:













Oberwittelsbach - ein historischer Ort
Die Burgkirche "Beatae Mariae Virginis" in Oberwittelsbach bei Aichach entstand um 1420 aus den Resten der zerstörten Stammburg der Wittelsbacher an derselben Stelle. Im 12. Jahrhundert war die Burg Mittelpunkt der pfalzgräflich-wittelsbachischen Grafschaft, wurde aber im Jahr 1209 geschleift, d. h. völlig zerstört,, nachdem der Wittelsbacher Pfalzgraf Otto VIII. in Bamberg den deutschen König Philipp von Schwaben ermordet hatte. Vor der Kirche erinnert das 1834 eingeweihte Nationaldenkmal an die Wittelsbacher. Ein schöner Spazierweg führt von Oberwittelsbach hinunter zum Wasserschlösschen („Sisi-Schloss“) im benachbarten Unterwittelsbach.

















Große bayerische Kirchenbaukunst in Sielenbach
Die barocke Wallfahrtskirche Maria Birnbaum wurde 1661 – 1668 als erste Kuppelkirche nördlich der Alpen errichtet. Die Kuppeln erinnern an byzantinische Bauten, doch spielten italienische Einflüsse beim Bau von Maria Birnbaum eine große Rolle. Die Wallfahrt entstand als schwedische Soldaten ein Marienbild verstümmelten und in den Teich warfen. Ein Sielenbacher Dorfhirte barg es von dort und stellte es in einen hohlen Birnbaum. Bald ereigneten sich Wunderheilungen... Ein Teil des Birnbaumstammes mit dem Gnadenbild wurde im Hochaltar der Kirche hinterlegt. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich ein vom Deutschen Orden wieder belebtes Kloster.






















Die Friedberger Wallfahrtskirche „Zu unseres Herrn Ruhe“ wird kurz „Herrgottsruh“ genannt und gehört zu den herausragenden Schöpfungen des bayerischen Rokoko. Aufgrund eines Gelübdes errichtete ein Friedberger Bürger an dieser Stelle einst eine Kapelle. Der heutige Kirchenbau ist das Ergebnis mehrer Umbauten. Den Innenraum mit den sieben Kuppeln gestalteten Künstler wie Cosmas Damian Asam, Matthäus Günther und Franz Xaver Feichtmayr.






















Die Wallfahrt nach St. Leonhard in Inchenhofen zählte im Mittelalter zu den vier größten und bekanntesten Wallfahrten überhaupt. Auch heute noch zieht es am Pfingstmontag viele Pilger zur Leonhardskirche mit ihrem weit sichtbaren Turm und der barocken Zwiebelhaube. Am ersten Sonntag im November findet alljährlich der viel beachtete, farbenprächtige Leonhardi-Ritt mit mehreren tausend Besuchern statt. Das herrliche Deckenfresko im Innern der Kirche wurde von Ignaz Baldauf geschaffen.

















Die Kirche St. Afra im Felde im Südwesten von Friedberg wurde der Überlieferung nach nahe der Stelle an der die Heiligen Afra starb. Afra ist Patronin des Bistums Augsburg. Sie wurde 304 auf einer Lechinsel als christliche Märtyrerin verbrannt, weil sie nicht bereit war dem christlichen Glauben abzuschwören und den römischen Göttern zu opfern.
Dort auf dem Lechfeld im Südwesten Friedbergs wurde der heutige Bau 1701 - 1709 in einer spätkeltischen Viereckschanze erbaut.
Nicht weit von hier wurde übrigens 955 die epochale „Schlacht auf dem Lechfeld“ gegen die Ungarn geschlagen.


















Die Burgstallkapelle bei Kissing wurde Ende des 17. Jahrhunderts auf einem Hügel an der Lechleite, dem Gelände eines frühmittelalterlichen Burgstalles, von den Jesuiten errichtet. Sie gilt als bedeutender Barockbau. Grundrissform ist die eines griechischen Kreuzes, überdacht mit einer Kuppel und Laterne. Die bemalten Holzfiguren St. Laurentius und St. Stephan sind die einzigen gotischen Figuren dieser Gegend. 1985 wurde 300-jähriges Jubiläum der Burgstallkapelle und der Abschluss der Restaurierungsarbeiten gefeiert. Auch die Burgstallkapelle ist nicht nur Baudenkmal, sondern Wallfahrtsort. Von Altkissing aus führt ein Kreuzweg zur Kapelle hinauf. Der Blick vom Burgstall reicht weit über das Lechfeld nach Südwesten.

















Das Kirchlein St. Salvator, in direkter Nachbarschaft von Adelzhausen, stammt aus dem 17. Jahrhundert. Sie ist im Achteck gebaut, an der Ostseite erhebt sich der Turm mit Kuppel, in welchem zwei Glöcklein hängen. Durch seine exponierte Lage an der Autobahn A 8 zwischen Augsburg und München ist sie vielen bekannt. Autofahrer lädt sie dort zu einer Rast ein.



















Die Wallfahrtskirche Maria Kappel, unweit von Schmiechen, ist ein echtes Kleinod des Rokoko und als Gruftkapelle der Fugger reich ausgestattet.. Schon seit dem Jahr 1655 findet jedes Jahr im Juli das "Kappelfest" zu Ehren Marias statt, welches die Gläubigen zum Anlass für einen Bittgang nach Maria Kappel nehmen.




















Die Wallfahrt zum Kirchlein Maria Elend bei Baar geht auf einen Hirten zurück, der dort in Zeiten der Kriegsverwüstung vermisste Kühe des Schlossguts Unterbaar wiederfand und deshalb zu Ehren der Mutter Gottes eine Kapelle errichtete. Bis zum heutigen Tag finden regelmäßig Wallfahrten aus vielen Orten zu dieser Marienkapelle statt.




















Die romanische Kapelle St. Bartholomäus am unteren Neulhof, zwischen Aichach und Dasing, gehört zu den ältesten Kirchen des Paartales. Sie stammt wohl aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts und wurde auf den Fundamenten eines römischen Gutshofes gegründet. Der Landkreis Aichach-Friedberg hat sie vorbildlich restauriert.