Insgesamt gehören 22 Gemeinden und 2 Städte zum Landkreis Aichach-Friedberg, dem Wittelsbacher Land.
Adelzhausen
Adelzhausen ist der älteste urkundlich belegte Ort im Landkreis. Im Jahre 782 schenkte der Ortsgründer Adalhelm seinen Besitz nebst Kirche ("Adalhelmshusir") dem Bistum Freising. Der heutige Ort mit rund 1.500 Einwohnern geht auf einen Hof, den Sedelhof, zurück, der schon um 700 entstanden sein dürfte...
Affing und seine Ortsteile gehören zu den ältesten Orten in der Augsburger, Aichacher und Neuburger Gegend. Affing ist bereits im Jahre 1040 eurkundlich erwähnt. Die Adelsfamilie von Gravenreuth kaufte im Jahre 1816 die Hofmark Affing und ist seitdem dort Schlossherr...
Aichach kann auf eine 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Im frühen 11. Jahrhundert wird Aichach in einer Urkunde erwähnt. Die Grafen von Scheyern-Wittelsbach sind die Burg- und Grundherren dieses Gebietes. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaute sich Pfalzgraf Otto IV. zu seiner Burg in Oberwittelsbach noch ein Stadtschloss in der Südwestecke von Aichach...
Die Gründung Aindlings dürfte in die Zeit der Christianisierung des Lechraingebietes um 750 nach Christi fallen. Der erste urkundliche Nachweis stammt aus dem Jahre 1033, als Kaiser Konrad II. dem Freisinger Bischof Egelbert und dessen Hochkirche den "Königshof Einilingun" mit allen Rechten und den übrigen Zugehörigkeiten geschenkt hat....
Die Geschichte von Baar ist eng verbunden mit dem Schloss, dem Schlossgut und der Hofmark Baar. Das Gebiet um Baar war gegen 800 v. Chr. von den Kelten besiedelt...
Bereits um 530 n. Chr. wanderten die Bayaleute in der Gegend von Dasing ein. 1121 wird Wessiszell erstmals urkundlich erwähnt. Dasing wird im Laufe der Geschichte nicht von Überfällen verschont...
Inmitten einer waldreichen Gegend, 9 km östlich von Friedberg, liegt der Ort Eurasburg mit der weithin sichtbaren Kirche auf beherrschender Höhe des Kirchberges...
Der Lechrain war ständiger Siedlungsraum fast aller vor- und frühgeschichtlichen Epochen. Viele Funde weisen darauf hin. Ab 15 v. Chr. begannen die Römer, das Alpenvorland bis zur Donau zu erobern und Versorgungs- sowie Wohnstätten zu erstellen...
Bereits vor etwa 1100 Jahren wurde Hollenbach bei einem Tauschvertrag zwischen Bischof Anno von Freising und einem Grafen Godeskalk der Ort "Holinpahc" urkundlich erwähnt...
Inchenhofen ist erstmals im 11. Jahrhundert in den Formen Imichinhouen und Imechenhouen erwähnt. Die Namen entwickelten sich dann über verschiedene Änderungen bis 1438 zu Inchenhofen...
Die frühe Geschichte Kissings ist eng verknüpft mit den zeitgeschichtlichen Ereignissen des berühmten Bayerischen Lechfeldes, auf und an dem die Kelten und Römer siedelten, die Huosi gründeten, Karl der Große weilte, der Gunzenlee lag, wo Ulrich, Bischof von Augsburg und der deutsche König Otto der Große das Abendland vor den Ungarn retteten...
Am 26. Juni 1011 fertigte die Kanzlei Kaiser Heinrich II. in Regensburg eine Urkunde, die am Anfang der Geschichte von Kloster und Markt Kühbach steht...
Bereits in der Jungsteinzeit, ca. 2500 v.Chr., war das Gebiet des heutigen Merching von Menschen besiedelt. Zur Zeit der Römer, ca. 15 n. Chr., kreuzte unweit des heutigen Ortskerns die „Via Teberia“, die große Heerstraße der Römer von Augsburg (Augusta Vindelicorum) nach Salzburg (lovavum) zwei Nebenstraßen...
Die Gegend in und um Mering ist seit etwa 5500 Jahren besiedelt. Das 1966 entdeckte jungsteinzeitliche Dorf zeugt von den ersten sesshaften Vorfahren...
Die Entstehung Obergriesbachs wird auf die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts datiert. Ein Geschlecht von Wittelsbacher Dienstmännern, das den Ort Griesbach zu Lehen trägt, taucht zu dieser Zeit in den Urkunden auf und führte auch diesen Namen...
Die Gegend um Petersdorf, nur wenige Kilometer östlich des Lechs gelegen, kann keine vor- und frühzeitlichen Zeugnisse aufweisen. Dies ist eigentlich verwunderlich, da sich doch der Lechrain als bevorzugtes Siedlungsgebiet und damit auch als Fundstätte aus verschiedenen Kulturepochen erwiesen hat...
Pöttmes wurde im Jahr 1324 durch Kaiser Ludwig „dem Bayer" die Marktrechte verliehen. Seit dieser Zeit hat der Markt seine Mittelpunktsfunktion ständig weiter ausgebaut...
Funde aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit und aus der Hallstattzeit weisen darauf hin, dass in dieser Gegend schon seit nahezu 6000 Jahren Menschen leben...
Lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung siedelten hier Menschen. Neolithische und bronzezeitliche Keramikscherben vom Hofberg in Schiltberg beweisen die Existenz vorgeschichtlicher Höhensiedlungen.
Schmiechen wurde im Jahre 804 in der Zeit des Freisingschen Bischofs Otto (784 – 810) erstmals in den Urkunden des Hochstifts Freising erwähnt. Der damalige Name von Schmiechen war Smeoha, er dürfte abgeleitet sein aus Smeohum und Sminha und bedeutet soviel wie schleichendes, tiefgründiges Wasser...
Im 12. Jahrhundert noch als Sielempach, Suolempach und Syelenpach bezeichnet, findet man den Ortsnamen Sielenbach bereits 1241. Später tauchen die Formen Sylenpach und Siellenpach auf...
Die Gemeinde Todtenweis, zwischen zwei Höhenzügen im Lechraingebiet nordöstlich von Augsburg gelegen, war bereits 1000 bis 1800 v. Chr. besiedelt, wie die zahlreichen Bodenfunde beweisen...